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Freitag, 11. Oktober 2013

Koreanischer Grüntee: Woojeon

Koreanischer Grüntee ist sogar unter Teefreunden weitgehend unbekannt. Dabei gelten unter Insidern insbesondere Woojeon sowie Jeoncha (Sencha) als günstige Alternative und willkommene Abwechslung zu zu japanischem Grüntee wie Gyokuro oder Sencha.

Einer der bekanntesten Teegarten Koreas ist Teil der Seogwang Farm. Diese befindet sich auf der Insel Jeju der gleichnamigen Provinz. Jeju ist vulkanischen Ursprungs und liegt im Dreiländereck Korea - China - Japan. Prägend ist der 1950m hohe Vulkan Halla, welcher zum Weltkulturerbe gehört. An diesem stauen sich Wolken und es regnet deshalb oft und ist nebelverhangen. Dies sowie die milden Temperaturen und mineralreichen Böden sind ideale Bedingungen für den Anbau von hochwertigem Tee.


Seogwang Farm auf Jeju

Einer der besten Grüntees aus Korea ist Woojeon welcher am ehesten mit Gyokuro aber wegen den leichten Röstnoten auch mit Tamaryokucha vergleichbar ist. Der Geschmack ist erfrischend und leicht fruchtig. Überraschend ist das intensiven Umami Aroma. Erreicht wird dieses besondere Aroma dadurch dass chinesische und japanische Teekunst kombiniert wird. Der Tee wird vor der Ernte beschattet und danach gedämpft und anschliessend zusätzlich geröstet.

Hier geht es zum Review eines Seogwang Woojeon:
Woojeon – Die erste Ernte eines koreanischen Grüntees


Sonntag, 4. August 2013

Umami - Der besondere Geschmack in grünem Tee

Grüntee - Kabusecha
Es ist schon eine Weile her seit ich auf Teeblatt einen neuen Post veröffentlicht habe. Diesmal geht es um ein etwas spezielles Thema: Umami. Obwohl vielen dieser Ausdruck unbekannt ist stossen wir doch fast täglich auf diesen Geschmack.

Umami wurde 1907 erstmals vom japanischem Forscher Kikunae Ikeda beschrieben. Er entdeckte, dass Glutamat für den Geschmack Umami verantwortlich ist. Nur wenig später vermarktete er die synthetisierte Substanz als Ajinomoto. Glutamat ist heute aus der industriellen Küche nicht mehr wegzudenken. Suppenwürfel, Fertigpizza, Aromat und vieles mehr kommt ohne Glutamat nicht aus.

Aber der Umami Geschmack kommt auch in natürlicher Form daher. In fermentierten oder gealterten Produkten wie Käse, Soya -und Fishsauce oder auch in reifen Tomaten, Spinat, Sellerie sowie im grünem Tee.

L-Theanin heisst der Stoff der dem grünen Tee den Umami Geschmack gibt. Wie dies im Detail aussieht liest man am besten im Teamania Blog.